Jens Pohl

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About Jens Pohl

Dr. Jens Pohl erhielt sein Diplom in Biologie an der Universität Kaiserslautern und promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg über den Einfluss von Krebsgenen auf das Metastasierungsverhalten von Tumorzellen. Danach forschte er mehre Jahre an der Scripps-Clinic in San Diego, USA und dem Europäischen Molekularbiologischen Labor in Heidelberg an Vitamin A Rezeptoren. Er hat in den letzten 20 Jahren als Geschäftsführer verschiedene Biotechnik-Firmen in Heidelberg geleitet und besitzt ein breites Wissen im Bereich Pharmazie und klinischer Forschung. Er hat zahlreiche Fachartikel veröffentlicht und beschäftigt sich besonders mit dem Einfluss der Darmbakterien auf die Gesundheit des Immunsystems. Derzeit arbeitet er zusammen mit seiner Frau, Dr. Adriana Radler-Phl in der gemeinsamen Naturheilpraxis Hygeanum als Heilpraktiker.

Ist der Fleischanteil in der Paleo-Ernährung wirklich gesund?

Die Paleo-Ernährung steht im Ruf besonders gesund zu sein, da auf Lebensmittel verzichtet wird, an die unser Körper sich nicht angepasst hat, seit die Menschheit vom Jäger und Sammler zur Landwirtschaft überging. Es ist zwar ein weites Feld der Diskussion, wie hoch der Pflanzenanteil in der Paleo-Ernährung war, jedoch ist klar, dass wohl die wenigsten

Wo beginnt Paleo, wo hört Paleo auf?

Nachdem ich heute sogar in Bild-online einen Artikel über die Vorzüge der Paleo-Ernährung gefunden habe, war ich doch verwundert, dass die Paleo-Ernährung nun schon so „Mainstream“ geworden ist. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob dass, was in der breiten Öffentlichkeit als „Paleo“ verkauft wird auch wirklich Paleo ist. Und dann habe ich mich

Verarbeitetes rotes Fleisch kann Herzversagen mitverursachen

In einem Artikel zu dem möglichen gesundheitsgefährdenden Konsum zu rotem Fleisch habe ich ja schon einmal geschrieben, dass hier oft Dinge in einen Topf zusammengeworfen werden, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Als Ergebnis solcher Studien scheint sich dann zu ergeben, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich ist. Eine neue Studie (Kaluza and Wolk, 2014) hat

Taugen Menschen zum Vegetarier?

In meinem letzten Artikel zur vegetarischen Ernährung bin ich zum Schluss gekommen, dass Menschenaffen einen großen Teil Ihrer Ernährung aus Pflanzen beziehen, aber durchaus auch mehr oder weniger hohe Anteile fleischlicher Nahrung zu sich nehmen. Damit sind sie prinzipiell Allesfresser, leben aber meist einen vegetarischen Lebensstil. Vergleicht man die Anatomie der Menschen mit den Menschenaffen,

Sind Primaten Vegetarier?

Nachdem ich im ersten Teil zur vegetarischen Ernährung gezeigt habe, dass pflanzenfressende Wiederkäuer ihre Energie aus den Pflanzen nur wegen ihres mit Mikroorganismen besiedelten Magens ziehen können, wende ich mich heute den Primaten zu. Es gibt natürlich viele verschiedene Primaten, die alle ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten haben. Speziell die Menschenaffen, zu denen die Gorillas, Schimpansen und

Sind Kühe Vegetarier?

Diese auf den ersten Blick sinnlose Frage ist gar nicht so sinnlos, wie man denken mag. Zwar sind Kühe der Inbegriff von Pflanzenfressern, aber wichtig ist nicht, was oben rein kommt, sondern was unten raus kommt. Oder genauer gesagt, was oben gefressen wird, und was vom Körper aufgenommen wird. Dieser Artikel leitet eine Serie zur

Säure-Base Teil 3: Hilft eine basische Ernährung gegen Krankheiten?

Wie in Teil 1 meiner Säure-Base Trilogie beschrieben, findet die pH-Regulation des Blutes im Wesentlichen über Puffersysteme im Blut statt, wobei volatile (flüchtige) Säuren in Form von Kohlendioxid über die Lunge abgegeben werden und lösliche Säuren über die Niere ausgeschieden werden. Ein besonderes Augenmerk hinsichtlich krankhafter Veränderungen sollte man also auf die Organe richten, die

Buchkritik: „Good Calories, Bad Calories“ von Gary Taubes

Was wäre wenn? Was wäre, wenn die wesentlichen Ernährungstipps von heute auf einer falschen Annahme basieren? Was wäre, wenn es nicht darauf ankommt, wie viele Kalorien wir zu uns nehmen, sondern aus welcher Quelle sie stammen? Gary Taubes ist ein vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, der mit „Good calories – Bad Calories“ quasi die Bibel der Low-Carb

Säure Base Teil 2: Sollen wir uns basisch ernähren?

In Teil 1 der Säure-Base Trilogie habe ich gezeigt, dass die Puffersysteme des Körpers den pH-Wert des arteriellen Blutes recht effizient im Bereich von pH 7,4 stabil halten. Lokale Abweichungen von diesem Wert sind eher die Regel, als die Ausnahme. Längerfristige systemische Abweichungen kommen eigentlich nur bei Erkrankungen vor (z.B. Ketoazidoese bei Diabetikern) und müssen

Säure Base Teil 1: Gibt es eine Übersäuerung des Körpers?

Es ist unstrittig, dass ein stabiler pH-Wert unseres Blutes lebensnotwendig ist. Der normale pH-Wert von arteriellem Blut liegt im leicht alkalischen Bereich von 7,4 +/- 0,05. Abweichungen über diesen Bereich nach unten werden als Azidose (Übersäuerung) bezeichnet, wobei Werte über 7,0 noch immer im alkalischen Bereich liegen, Abweichungen nach oben (über 7,45) werden als Alkalose