Was heißt das für die Paleo Ernährung? Primär einmal gar nichts. Verarbeitete Lebensmittel haben in der strengen Paleo-Ernährung nichts zu suchen. Und wie ich schon in einem früheren Blog geschrieben habe, besteht die Paleo-Ernährung entgegen aller Vorurteile gar nicht dominant aus Fleisch. Etwas näher sollte man auf die weitere Ausführung der WHO hinschauen, dass auch rotes Fleisch eher kritisch in Hinblick auf die Gesundheit gesehen wird, aber hier ist die Datenlage eher kontrovers, so dass man sich nicht einigen konnte, auch rotes (und unverarbeitetes Fleisch) auf die Liste zu setzen. In einem anderen Blog über rotes Fleisch habe ich auch schon einmal hingewiesen, dass die Quelle und Zubereitungsart von rotem Fleisch wesentlich dazu beiträgt, ob das Fleisch gesundheitsfördernd oder eher gesundheitsschädlich ist.

Nun also zurück zum verarbeiteten Fleisch: wenn man bei der Schlachtung direkt frische Wurst für den direkten Verzehr herstellt, ist diese mit Sicherheit eher wie rotes Fleisch einzustufen, was eine potentielle Gefahr betrifft, als m.E. ungefährlich. Die Risiken von haltbar gemachtem Fleisch gehen meist von den Zusatzstoffen und nicht vom Fleisch selbst aus. Pökelsalze, allerlei Chemikalien, Farbstoffe und zuletzt auch das Verpackungsmaterial von Weichmachern verändern das ursprüngliche Lebensmittel. Diese Chemikalien könne in der weiteren Zubereitung (Kochen, Braten, Grillen) mit dem Protein des Fleisches oder untereinander Reaktionen eingehen, wobei weitere toxische Produkte entstehen.

Daher wie schon oft geäußert: Wer frische Lebensmittel konsumiert, ohne Konservierungsmittel oder andere Zusätze, wird mit diesen Lebensmittel seine Gesundheit mehr fördern, als Ihr schaden. Und dazu gehören auch Fleischwaren. Frische Wurst vom Bio-Metzger in Abwechslung mit anderen Lebensmitteln wie z.B. Käse ist im Risiko zu vernachlässigen. Da bekommt man heute mehr Schadstoffe beim Atmen in jeder Großstadt in die Lunge, als vom Essen. Und im Vergleich sind Pestizide auf Gemüse bestimmt nicht weniger gefährlich.

 

Dr. Jens Pohl Autor: Jens

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