Kältekopfschmerz (engl. brain freeze) wird durch kalte Speisen oder Getränke ausgelöst. Fast jeder dritte Mensch erfährt Sekunden nach dem Eis essen einen Schmerz, der nach ca. 30 Sekunden wieder nachlässt (Kaczorowski and Kaczorowski, 2002). Auch durch Eintauchen des Gesichts in sehr kaltes Wasser kann man dieses Gefühl auslösen.

Nun haben Wissenschaftler am Wake Forest Baptist Medical Center erklärt, wie es zu diesem Schmerz kommt. Konsumiert man kalte Getränke oder Eis, kühlt dies am Ende des Rachens die Kopfschlagader, die das Gehirn versorgt und die vordere Gehirnschlagader. Dwayne Godwin erklärt, dass das Gehirn keine schnellen Änderungen mag und daher führt der entstehende Kältekopfschmerz dazu, dass wir das Essen einstellen oder verlangsamen. Obwohl das Gehirn selbst keinen Schmerz empfinden kann, fühlen Rezeptoren an der Oberfläche des Gehirns im Bereich wo sich die Schlagadern treffen die Temperaturänderung. Dies führt zu einer Erweiterung gefolgt von einer Kontraktion der Arterien, was das Gehirn als Schmerz interpretiert. Diese Erkenntnisse können zukünftig helfen, andere Arten von Kopfschmerz wie Migräne zu verstehen.

Neuroscientists Explain How the Sensation of Brain Freeze Works

Brain freeze is practically a rite of summer. It happens when you eat ice cream or gulp something ice cold too quickly. The scientific term is sphenopalatine ganglioneuralgia, but that’s a mouthful. Brain freeze is your body’s way of putting on the brakes, telling you to slow down and take it easy. Wake Forest Baptist Medical Center neuroscientist Dwayne Godwin, Ph.D., explains how it works.

Dr. Jens Pohl Autor: Jens

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